Zu Weihnachten hat meine Firma zwei Wochen Betriebsurlaub. Zunächst fand ich das unpraktisch, denn Urlaubstage zu nehmen ohne unterwegs zu sein ist für mich ein No-Go. Und genau in der Weihnachtszeit sind die Flüge immer am teuersten und die Unterkünfte immer ziemlich schnell ziemlich voll. Wir buchten trotzdem einen Flug – des günstigen Preises wegen nach Marokko. Wir wussten von unserem letzten Besuch in Taghazout, dass die Wellen dort super waren und entschieden uns zum Westsurf Surfcamp zu fahren. Alles paletti soweit – dann kam die Flyniki Pleite…
Wir mussten also schnell einen neuen (viiiel teureren) Flug buchen und Marokko war auf einmal nicht mehr ein ganz so günstiges Reiseziel. Ich brach hier auch eigentlich einen meiner Vorsätze, nirgends zweimal auf Urlaub hinzufahren, da es ja eigentlich gilt noch viele andere Orte zu entdecken. Aber das Surfen!


Dieser Urlaub stand also ganz im Zeichen des „Nichtstuns“ bzw. „Nichts-anschauen-müssens-weil-wir-ja-erst-dort-waren“. Das ist eigentlich eine neue Form des Reisens für mich, da sonst immer das Entdecken des neuen Ortes an oberster Stelle steht. 5 Tage Nichtstun schaffe ich körperlich gar nicht. Und wirklich „Nichtstun“ gab es in diesem Urlaub auch nicht. 6 Tage Surfen, 6 Tage Yoga und ganz viel Sonne, frische Luft und gutes marokkanisches Essen. Dieser Blogpost ist daher etwas anders. Ich war die meiste Zeit am Strand und bis auf einen kurzen Ausflug in die Paradise Valley immer in Tamraght. Es folgt also eine kurze Fotostrecke mit einigen Eindrücken aus dem gemütlichen Surferort.


Katzen gibt’s hier genug. Sie liegen auf den Stufen vor den Häusern, sitzen auf den Dächern oder rollen sich in der Sonne. Aber auch Hundefans kommen in Marokko auf ihre Kosten. Auf den Stränden wimmelt es vor streundenden Hunden, die jedoch alle gechipt und geimpft sind.


So werden Surfbretter in Marokko transportiert!


Der Ausblick zum Strand.


Die Stimmung kurz bevor die Dunkelheit der Nacht über Tamraght bricht.


 

Mein Fazit: Im Vergleich zum letzten Surfurlaub im Juni war jetzt Ende Dezember merklich mehr los am Strand und im Surfcamp. Wir wurden sogar aus dem Haupthaus ausgelagert in eine extra Villa, da so viele Leute gebucht hatten. War aber nicht so schlimm. Das Essen war bei Westsurf echt unglaublich gut. Wir bekamen Frühstück, Lunchpaket und Abendessen, und auch ich als Vegetarierin bekam immer leckere fleischlose Alternativen geboten. Das absolute Highlight war das Silvester-Buffet. Hier wurden verschiedene marokkanische Speisen krendenzt und wir aßen ganz traditionell auf großen Sitzpölstern am Boden.

Ich finde, Marokko kann man immer wieder besuchen. Vor allem wenn ihr Surfen gehen wollt sind die Wellen dort im Vergleich zu anderen Spots in Europa einfach leichter zu erwischen (meine ganz subjektive Meinung). Falls ihr genauere Infos haben wollt könnt ihr mir gerne schreiben.